Sommerurlaub am Berg


Diesen Sommer stand Urlaub am Bauernhof mit kleineren und größeren Bergtouren am Plan. Begonnen haben wir aber mit einem der beiden Lengdorfer Hausberge, der Kammspitze. Die kurze Nacht am Sallachgütl (www.wandratsch.at) war der Ausgangspunkt für unseren Aufstieg von der Berillen Alm. Bis aufs Zimmel war alles im Neben aber der Gipfel war frei! Mit am Berg: Florian, Andrea, Anita & Hermann. Nach einer Stärkung mit herrlichem Ausblick erfolgte der Abstieg auf der Gröbminger Seite. Die folgende Woche ...

HTL-Klettersteig (Hohe Wand)


Da ja heuer am Wochenende immer schlechtes Wetter vorherscht und der HTL KLettersteig schon länger auf unserer Liste stand, mussten wir ihn unter der Woche am Abend mal schnell machen. Einerseits konnten wir uns leider wegen der fortschreitenden Dämmerung nicht wirklich Zeit nehmen um die Aussicht zu geniessen, anderer seits gingen wir damit den Scharen von Klettersteigern aus dem Weg, die den Steig am Wochenende heimsuchen.
Kurz, was gibt es zum Steig zu sagen? Heftig, drift es ganz gut. Er wird nicht umsonst als schwierigster Steig in Ostösterreich bezeichnet. Für Anfänger ist der wohl eher nix ;)

Hias, Siega und Gelber Kamin (Dachstein)

Leider war das Wetter am Wochenende für eine Grimming Tour zu instabil, folglich musste ein Plan B her. Der Mike hatte die Idee mit dem Hias & Siega in der Silberkarklamm. Um der zu erwartenden Hitze zu entgehen starteten wir um 7:00 Uhr im Rössing. Zuerst den Hias, ein echt schön ausgebauter Klettersteig. Es wechseln immer wieder schöne Kletterwände mit Steigpassagen. Nach dem Hias folgt der Aufstieg zur Sileberkar Hütte um hinter der Hütte den Siega in Angriff zu nehmen. Bereits beim Zustieg ist zu erkenne das der Siega etwas anspruchsvoller ist als der Hias. Der Steig verläuft über weite Strecken ausgesetzt in der Senkrechten Wand. Trotz des frühen Aufbruches heizte uns der "Gluatmugl" ordentlich ein. Der Steig ist die Anstrengung aber Wert, die Aussicht ist super.
Um uns für eine Längsüberquerung und eine geplante Winterbesteigung des Grimming vorzubereiten, besuchten wir anschliessend noch den Gelben Kamin im Burgstaller Klettergarten. Nachdem auch diese Route ohne Probleme genommen wurde, vereinbarten wir bereits weitere Ausflüge in den Klettergarten.


Währinger Steig (Hohe Wand)


Ziel der Tour, die Ost-Seite der Hohen Wand, speziell den Währinger-Steig neben der Einhornhöhle. Diesmal mit auf Tour: Anita, Sepp und Hermann. Vom Sportplatz in Dreistetten ist man in wenigen Minuten am Steig. Im Kletterführer wird schon darauf hingewiesen das der Steig zwar kurz ist, aber es in sich hat. Zitat: Ungeübte und nicht Schwindelfreie sollten sich an diesen Steig nicht heranwagen. Besonders nett ist die ausgesetzte Querung auf die Leiter.

Steirerspur (Hohe Wand)

Nachdem wir im Sommer 2010 nicht auf schönes Wetter warten können, da wir sonst nie auf den Berg kommen, starteten wir trotz Schlechtwetter Vorhersage auf die Hohe Wand um uns die Steirerstur anzuschauen. Der Aufstieg erfolgte über den Springlessteig, 100m rechts vom Hubertushaus ist der Einstieg in die Steirerspur. Ab dem Einstieg geht es zuerst recht einfach ein schönes Stück abwärts. Aufgrund des heurigen Dauerregens (Frage, wann kommt heuer der Sommer?) rinnt das Wasser auch in den kurzen Regenpausen über die Wand. Es folgt eine Querung die zunehmend schrieriger wird und schliesslich in einer gut ausgesetzten Stelle ihren Höhepunkt findet. Der folgende Anstieg kann als Rutschpartie bezeichnet werden, der Felsen ist mit einem glitschigen Schleim überzogen. Den Erbauern des Klettersteiges dürfte das Problem bekannt sein und somit wurde ein Notausstieg, der mit Bohrhacken versichert ist, vorgesehen. Wer also kein Seil und Expresschlingen mit hat, hat 3 Möglichkeiten, - umkehren, - den glitschigen Aufstieg die vorgesehene Route entlang, oder - einen ungesicherten Querung über den Notausstieg?


Wildenauersteig (Hohe Wand)


Das Gute liegt oft so nahe. Diesen Spruch nahm ich mir zu Herzen um mal dem Westteil der Hohen Wand rund um die Hohe Kanzel, quasi auf den Zahn zu fühlen.
Start der Erkundungstour war diesmal Oberhöflein. Als erstes folgte ich der roten Markierung und erreichte schnell das Hubertushaus über den Springlessteig. Diesen wieder absteigend bis zum Wandfuss, den blauen Markierungen folgend bis zum Wagnersteig. Dieser wurde offensichtlich "wienersicher" gemacht, indem mehrfach auf darauf hingewiesen wurde, das der Steig nur für geübte geeignet sei. Fraglich ist geübt in was? Im Ennstal ist warscheinlich in vielen Fällen der Weg zum nächsten Nachbaren wesentlich mehr Action als der Wagnersteig ;)

Wasserfallspitze (2507m)

Am Ostersamstag haben wir uns ein besonderes Ziel in den Tauern ausgesucht.

Alles soll dabei sein:
- 1 Stunde An (& natürlich auch am Nachmittag wieder Ab) Marsch zu und von der Herzmaier Alm.
- 6 Stunden Aufstieg im ungespurten knietiefen Pulver
- und schliesslich Steigeisen und Pickel um das Ziel, den Gipfel, die Wasserfallspitze auf 2507m zu besteigen.

Mit im Team, Werner der mit der Kondition eines Ackergauls vorausspurte, Martin und ich, die wir die Spur für die nachfolgenden Bergkameraden entsprechend austraten.


Gumpeneck (2226m)


Am Samstag dem 20.3.2010 starten wir (nach ausführlicher Diskussion ob Seekoppen oder Kammspitze als Tagesziel) beim Koller Bauern in der Sölk in Richtung Gumpeneck. Mit auf Tour: Martin, Mike, Sigi & ich.
Der Weg zur Schönwetterhütte kündigte bereits an, was uns am Gipfel erwartet: extrem wenig Schnee, stellenweise Aper & Eis.
Der Temperatur Sensor am Pieps zeigte an was wir fühlten: 45 Grad bei direkter Sonneneinstrahlung um 10:00 Uhr am Vormittag. Folge war Schneematsch im unteren Teil und extremes anstollen im oberen Teil der Tour. Die letzten 200hm waren so mit Schi am Schuh oder Rucksack gleich schweisstreibend.
Der Gipfel entschädigte für die Mühen & Hitze des Aufstieges.
Fernsicht & Sonnenschein bei +10 Grad, was willst du mehr als im T-Shirt am Gipfel in die Hohen Tauern schauen?

Zirmel (Berillenalm)

Um die Schneelage im Ennstal für eine mögliche Kammspitz Besteigung zu erkunden, stand Sonntag Vormittag eine schnelle Tour aufs Zirmel am Programm. Schon bald, in der oberen Kohlstatt war klar, die Rekordzeit aus dem Vorjahr (Lengdorf - Zirmel 2:07) wird wegen zunehmendem Neuschnee heuer nicht zu schaffen sein. War aber kein Problem ich hatte ja den ganzen Vormittag Zeit, folglich nutzte ich die Gelegenheit um die Spur ein wenig "auszubrocken", sprich die unzähligen hereinstehende Äste zurecht zu stutzen. Das ersparte mir die eine oder andere kalte Dusche und erleichtert uns früh Morgens beim Gipfelsturm den Aufstieg.
Nach genau 2 Stunden endete die verschneite Spur in der Berillenalm. Jetzt durfte ich spuren. Der frische Pulver war wie Flaum, gut Knietief. Im Aufstieg oberhalb des Reitl kann man die zunehmende Grundlosigkleit durchaus als mühsam bezeichnen.


Tour auf die Veitsch (Schallerrinne)


Ein Ziel das ich schon länger ins Auge gefasst hatte, nahmen wir heute unter die Felle & Hascheisen. Die Veitsch mit der bekannten Schallerrinne. Wegen der zu erwartenden Steilheit in der Schallerrinne (Schwierigkeitsbewertung III) verzichtete Anita auf die Tour und nur Sepp und ich stiegen auf.
Der Austieg erfolgte vom untersten Parkplatz der Brunnalmlifte, wir wollten bei der Abfahrt keinen Meter verschenken und bis ganz runter voll geniessen können. Der Piste und dem Sessellift folgend stiegen wir über die Schallerrinne zum Graf Meran Haus auf. Der Aufstieg rechts der Rinne war zum Teil wegen dem eingewehten Schnee recht beschwerlich.
Den kurzen Weg vom Meran Haus zum Gipfel war es durchaus "windig" und das Gipfelkreuz sah nicht so aus als ob der Wind gerade angefangen hätte.
Bei der Abfahrt vom Gipfel holten wir uns noch schnell ein Bier im Meran Haus, um kraft zu sammeln für die Schaller Rinne.

Inhalt abgleichen