Kammspitze (Niedere Tauern)

Anlässlich meines Geburtstages und eines Traumherbsttages war wieder einmal ein Berg im Ennstal am Programm. Nachdem der Grimming bereits ein paar Tage einen eisigen Mantel trägt stand als Ersatz die Kammspitze am Plan.
Mit am Berg, Martin, Sigi und Mike, wegen den Minusgraten in der Nacht war der Aufbruch recht spät, folglich hatten wir schon von Gröbming weg Sonnenschein. Der Aufstieg war wirklich herrlich, Temperaturen wie im Sommer, wunderbar. Die letzten Schneeflecken waren eine erwünschte Abkühlung, nur am Gipfel wehte als Vorzeichen des Winters ein eisiger Wind...

Teufelsgrat (Hohe Wand)

Bei einem der Abstiege über den Leiterlsteig ist uns der Zustieg zu einer Wand links aufgefallen. Ein Blick im Internet hat unter anderem die Route am Teufelsgrat ergeben, sieht interessant aus, da müssen wir rauf. Die Fuhre passte gut ins Samstag Vormittag Programm, mit in der Seilschaft, Anita, Iris und ich. Die erste Seillänge ist mit 3+ wenn man sich schön links hält sicher unterbewertet. Die 2. Seillänge in der linken Variante dem Grat entlang ist laut Topo mit 5- bewertet, ist aber auch nicht schwieriger als die erste Seillänge. Der Ausblick vom Grat ist wunderbar, was der Sommer nicht gehalten hat, macht der Herbst heuer wett. Ein Tag ist schöner und wärmer als der andere. Die letzte Seillänge kann man sich sparen, am besten man hält sich links gleich links zum weithin sichtbaren Stromgittermasten der die Hohe Wand mit Strom versorgt. Von dort rechts zum Leiterlsteig, am Steig selbst sind die mit Abstand größte Gefahr irgend welche "Bergfex" aus Ungarn, die mit ihren Turnschuhen völlig hirnlos Kopfgroße Steine ins Rollen bringen, wäre wohl besser die bleiben dort wo sie herkommen.

Florian auf der Burgstallkante (Burgstall Klettergarten)

Leider spielte unter anderem wieder einmal das Wetter nicht mit, aus der geplanten Dachstein Südwand wurde nichts. Als Ersatzprogramm stand bei labilem Wetter der Klettergarten in Burgstall am Programm. Diesmal mit in der Wand: Florian.
Er kennt vom Klettergarten bisher nur den Klettersteig, diesmal sollte er zum ersten mal richtig einsteigen. Wir haben ja schon im Winter im City Rock geübt, im Sommer war er fleißig am Wandern. Diesmal ging es an den Fels, auf die Burgstall Kante, ein alpiner 3er. Für Florian war es eine Umstellung, die Griffe und Tritte selber suchen, die Route links, oder doch weiter rechts?
Auf der Platte im Mittelteil führte Anita ein paar Übungen mit ihm durch, es ging um das Seilvertrauen...

Fredsteig (Hohe Wand)

Nachdem uns im Vorjahr der Fredsteig wegen Sturm am Fuß der Frednase abgeworfen hat, hatte Anita mit der Nase noch ein Rechnung offen. Diese Rechnung zu begleichen stand diesen Samstag am Programm.
Der ganze Sommer war voll verregnet aber im September ist ein Wochenende schöne als das andere, so hatten wir am Samstag Traumwetter. Anita war gut in Form und nahm den 4er in der 2. Seillänge ohne Probleme. Im Mittelteil nahmen wir die linke Variante über die Höhle, die Frednase selbst kletterten wir über die linke Kante. Dank unseres frühen Aufbruchs waren wir die ersten an diesem Vormittag, erst auf der Frednase bemerkten wir eine weitere Seilschaft hinter uns. Auf der Hohen Kanzel angekommen genossen wir bei einer Jause die wunderbare Aussicht bei herrlichem Sonnenschein, welch ein wunderbarer Herbst.
Der Abstieg erfolgte über das Zahme Pechersteiglein, der Steig ist zwar gut markiert, aber alles andere als schön zu gehen. Die erdigen Stellen machen ihn zu einer Rutschpartie, man sollte den Steig als kürzesten Weg zum Saiser Toni kennen, aber er ist nicht wirklich lohnend.

Gaisersteig (Hohe Wand)

Am Wandfuss-Steig am Zustieg zum Postlgrat sind wir vor 3 Wochen am Einstieg zum Gaisersteig vorbeigelaufen. Der Kamin gleich am Einstieg hat interessant ausgesehen, wir wollten uns aber vorher mal schlau machen über den Steig, bevor wir einsteigen. Ein kurzer Blick auf Bergsteigen.at und es war klar, den müssen wir auch mal machen.
Also sind wir eingestiegen, die beiden Mädls Iris, Anita & ich. Laut Topo ist die schwierigste Stelle der Kamin am Einstieg, der 4er war aber im Vergleich zur folgenden Rinne recht einfach. Wenn ich etwas nicht mag dann sind es die Rinnen auf der Hohen Wand die mit einem Gemisch aus Erde, Geröll und Steinbock-Kacke gefüllt sind. Eine dieser Rinnen ein Stück hoch bzw. links davon am Grat entlang und dann rechts gehts auf die Gaiser Platte. Auf der Platte ist der Start für einige wirklich nette Routen, da müssen wir wieder einmal vorbei!
Von der Platte ist es noch eine Seillänge auf die Kante. Ohne die Rinne in der unteren Hälfte wäre die Route ein echt netter Aufstieg, so ist sie eine Wiederholung nicht wirklich Wert.

Schartenspitz (Grimming)

Am Wochenende war es wieder soweit, ein weiterer Punkt auf der Löffel-Liste wurde abgehackt. Für alle die die Löffel Liste nicht kennen, das ist eine Liste der Dinge die man machen sollte bevor man den Löffel abgibt.
Diesmal das Tages Ziel, der Schartenspitz. Für alle die jetzt nicht wissen welcher Gipfel am Grimming der Schartenspitz ist, das ist jener Gipfel westlich vom Hohen Grimming, der von Gröbming aus aussieht wie die höchste Erhebung. Grundsätzlich ist der Schartenspitz ein wesentlich schönerer Gipfel als der Hohe Grimming, der ja auf der Nordseite eher Grashügel als ein Alpingipfel ist. Leider ist der Grimming um 31 Meter höher, aber jeder der mal oben war ...

HTL-Klettersteig (Hohe Wand)

Nach einem anstrengenden Tag im Büro habe ich wieder mal Auslauf benötigt. Der HTL Klettersteig auf der Hohe Wand war genau richtig. Bereits am Einstieg stellte ich fest, offensichtlich brauchen auch andere Kollegen "Auslauf", am Klettersteig herrscht reger Betrieb.
Der erste Eindruck von der neuen Sicherung war positiv, die beiden Seile waren schwieriger einzuhacken als das neue Einfachseil. Was mir aber auch gleich aufgefallen ist, die Route hat sich zum Teil etwas geändert. Für die neue Versicherung wurden neue Halterungen gebohrt, die alten wurden aber nicht entfernt. So sieht man an manchen Stellen den alten Verlauf der Route und durch die alten Halterungen entsteht mehr oder weniger eine Leiter. Diese beiden Umständen haben zur Folge das die neue Route sicher nicht schwieriger ist, als die Alte.
Grundsätzlich stellt sich die Frage, muss ein Klettersteig der saniert wurde und dabei entschärf wurde von der offiziellen Schwierigkeitsskala neu bewertet werden?

Postlgrat (Hohe Wand)

Geplant war Samstag, geworden ist es wegen dem üblichen Schlechtwetter der Sonntag. Wir haben nach unserem Mittwoch Abend am HTL Steig wieder einmal einen Tag auf der Hohen Wand verbracht. Diesmal am Plan, der Postlgrat.
Der Zustieg erfolgte vom Ramhof Parkplatz in Stollhof über den Fußweg zur Steinschlag Galerie, weiter auf den Wandfuß-Steig. Dem Regen von gestern sei Dank, hatte es im Wald an die 100% Luftfeutigkeit.
Bereits in der 1. Seillänge fand Anita einen abgestürzten Tuber, dieser sieht verdächtig nach dem vom Rudi, welchen er auf selbiger Tour weiter oben mit Iris abstürzen lies, aus. Der Tuber wartet übrigens auf Abholung durch seinen Besitzer...
Grundsätzlich ist die Route sehr schlecht markiert, vor allem im unteren Teil kann man nur raten, ob man auf der Fuhre ist, oder schon in die nächste links oder rechts davon. Die ersten 3 Seillängen sind nicht wirklich lohnend, es ist erdig und mehr ein steigen am Geröll als klettern, erst im Mittelteil am Grat entlang ist die Fuhre lohnenswert. ...

Tirolersteig (Hohe Wand)

Bereits unter der Woche war klar, am Wochenende wird das Wetter wie heuer den ganzen Sommer: Unbeständig. Trotzdem war aber auch klar, wir müssen raus. Samstag früh hat es gar nicht gut ausgesehen, klettern abgesagt, alternativ Programm, rauf aufs Rad und raus ins Steinfeld. War trotz Sturm eine schöne Runde.
Am Sonntag war das Wetter auch wieder wie den ganzen Sommer, trotzdem raus auf die Wand. Als Tagesziel war mit Rudi & Iris der Tirolersteig vereinbart. Um uns die Maut zu sparen starteten wir in Mayersdorf beim obersten Bauern. Kann ich jedem empfehlen. Der Zustieg zum Wandfuß-Steig ist auch nicht länger als vom Sonnenuhrparkplatz. Nachdem wir den Rudi aufgesammelt hatten stiegen wir in 2 Seilschaften ein. Die Steinböcke über dem Einstieg sorgten für ordentlichen Steinschlag. Der Tirolersteig selbst einfach und recht beliebt. Zu Spitzenzeiten waren bis zu 4 Seilschaften am Standplatz, dank der vielen möglichen Varianten war das klettern selbst aber trotzdem schön. Der Abstieg erfolgt über die Völlerin. Gesamt ist der Tirolersteig ein netter 3er den man jeden empfehlen kann.


Draschgrat (Hohe Wand)

Helis 40er Feier war Anlass für einen Besuch von Mike aus Linz in Wiener Neustadt. Wie schon im Vorjahr besprochen, würden wir solch eine Gelegenheit natürlich nutzen um mal gemeinsam in die Hohe Wand einzusteigen. Nach einer kurzen Besprechung stand dank dem Traumwetter schnell unser Tagesziel fest, der Draschgrat. Super zum kombinieren, je nach Lust und Können kann man von einer Route in die andere wechseln. So waren die ersten Seillängen ein reines Genussklettern, Traumwetter, Traum Fels wirklich ein Supertag.
Bei einem Wechsel über den Grat nach Links waren wir in der vorletzten Seillänge um ein Band zu tief. So stand ich vor einem Problem, ein Kamin, welchen Mike im Vorstieg lösen konnte, ich im Nachstieg aber trotz Schmutz und Steinschlag scheiterte. Aber, was man nicht in den Fingern hat, kann man auf der Hohen Wand, wenn man sich verstiegen hat, in der Regel auch umgehen. So konnten wir, dreckig und mit abgeklebten Fingern auch die letzte wunderbare Seillänge machen. Also, wer schön auf der Route bleibt, der kann am Draschgrat wunderbar im 4er und 5er klettern.
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