Bierriss (Flatzer Wand)

Nach dem Sonnenbad von letzter Woche und um nicht wieder 4 Stunden zu spät zum Mittag Essen zu kommen, wollten wir diese Woche wieder mal klassisch Sportklettern. Einseillänge, nach dem Vorsteiger entspannt im Toprobe an einer Route arbeiten, kein Rucksack und keine Friends, aber vor allem, einen möglichen Standplatz zum sichern im Schatten. Nach kurzer Diskussion ging es auf die Flatzer Wans, in den Sektor Sunshine. Iris wärmte sich in "Karlis Traum" auf, das seil diente uns auch um Bilder zu machen. Im Anschluss ging es den "Maxsteig" hoch. Nachdem dieser ohne Probleme machbar war ging es links davon die "Grau und Rau" hoch. Die Grau und Rau hat es vor allem in der Mitte schon ganz schön in sich. Kleine Griffe, viel auf Reibung, sie macht ihrem Namen alle Ehre.
Im Anschluss folgte noch ein Riss. Wir sind uns nicht sicher aber der Riss, eine wunderbare nahezu rechtwinkelige Verschneidung muss der Bierriss gewesen sein. Leider brannte schon die Sonne voll rein, so war es doch recht warm und die Kletterei nur mehr halb so lustig. Der Riss selbst ist aber wunderbar, den müssen wir im Spätherbst nochmal machen! Damit war heute aber auch schon Schluss.
Wie zuhause versprochen waren wir um 13:00 Uhr wieder zuhause, zum Sonntagsbraten.

Traum und Wirklichkeit, der Turnerbergsteigerkamin (Hohe Wand)

Am Wochenende war Traum Wetter angesagt, was macht man da?
Man steigt in die Traum und Wirklichkeit ein! Gesagt getan, am Sonntag bereits früh am Morgen ging es los, aber schon um 9:00 Uhr in der 2. Seillänge brannte die Sonne volles Programm in die Wand. Dem entsprechend mühsam wurde es. Nach dem Traum war es eindeutig zu warm für die Wirklichkeit, so querten wir über den Aeroplansteig rüber auf unser "Sonnenbrillen Spezialplatzl", das ist das Platzl am Fusse von Paul, Hochempor, Aeroplan, Liebesspiel der Falken und den Turnerbergsteigerkamin. Der Platz machte heute seinem Namen wieder alle Ehre, nach meine RayBan beim Anstieg in die Hochempor verabschiedete sich diesmal die neue Brille von der Iris ins Tristannirvana.
Von dort stiegen wir in den Turnerbergsteigerkamin ein, kann mit 4+ ja kein Problem sein. Die Wirklichkeit: ernsthafte Frage, wer hat diesen Kamin mit 4 und Betty unten mit 5 bewertet? Der Kamin ist meiner Meinung mindestens gleich auf. Also Betty abwerten oder Tunerbergsteigerkamin auf 5 aufwerten!
Zuletzt, wegen der Hitze und dem doch recht ausführlichen Programm sind wir an den letzten 8 Metern leider gescheitert. Wie geht man den Riss, darf man maximal 45kg haben und 150 Köpergröße? Anders kommt man in den Riss nicht ordentlich rein, wie soll man da hoch?
Da muss ich wohl bei kühleren Temperaturen nochmal ran!

Betty und Paul (Hohe Wand)

Nachdem es Samstag wieder einmal geregnet hat, stand Sonntag Vormittag eine Tour auf die Hohe Wand am Programm. Noch beim Zustieg diskutierten Iris, Christian und zeitweise ich, wo wir den einsteigen? Nach kurzem hin und her wurde es Betty und Paul links vom Draschgrat. Bereits in der ersten Seillänge kam ich im Vorstieg ordentlich ins Schwitzen, die Route hatte es ganz gut in sich und die Sonne brannte überraschend intensiv.
In der 2. Seillänge mit der Querung und dem folgenden Riss ist es von Vorteil wenn man nicht der Kleinste ist. Die 3. Seillänge sind die ersten beiden Express ganz nett aber weiter oben nicht mehr wirklich lohnend.
Es folgt der Wechsel von der Betty rechts rüber zum Paul. Die erste Seillänge ist im unteren Teil ganz nett, die obere Hälfte sollte laut Topo einfacher werden, aber irgendwie mag ich keine Wackelsteine, die paar Meter sind eindeutig nicht meines. Vom Stand weg gehts nochmal richtig zur Sache, aber genau sowas ist meines, da kribbelt es in den Fingern.

Tristanexpress und Hochempor (Hohe Wand)

Bei meiner ersten Route am Fels auf den Draschgrat in dieser Saison hab ich leider feststellen müssen, das ich ordentlich Rost angesetzt habe. Wo ist die Form aus dem Dezember in der Halle? Warum bin ich ungelenkig und zäh? Was macht man dagegen?
Peilstein Zinnenkessel vor einer Woche und Hohe Wand, eh klar, der Rost gehört ordentlich abgekratzt!
Am "Drasch" mit dem Rüdiger, das war echt mühsam, bin gleich in der 1. SL im Vorstieg abgestiegen, dabei hat sich der Rüdi ordentlich das Knie angehaut. Super Saison Start.
Zinnenkessel am Peilstein mit Ewald und seiner Truppe, echt schöne Routen, auf jeden Fall einen erneuten Besuch wert.
Dieses Wochenende, Turnerbergsteiger Kamin? Iris war wie immer gerne dabei.
Die erste Seillänge vom Wandfuß Steig geht im oberen Teil gleich einmal über Stock und Stein, wortwörtlich.

Schitour Hoher Grimming (Ennstal)

Im Ennstal jemanden zu finden der schon mal am Hohen Grimming war ist manchmal nicht ganz einfach. Wenn man dann noch wissen will ob jemand auch schon im Winter oben war, da kenne ich selber nur wenige... aber wie es die Tradition verlangt, gehört eine Saison ordentlich abgeschlossen. OK, was kann man nach Finailspitze und Similaun noch drauflegen?
Eh klar unseren Hausberg im Ennstal, nachdem ich im Sommer schon einiges am Grimming gemacht hab, war die Winterbesteigung noch ausständig. Einmal passt der Schnee nicht, dann wieder das Wetter, dann hab ich oder meine Bergkameraden keine Zeit, aber dieses Wochenende hat alles mehr oder weniger gepasst, nur die hohen Temperaturen machten uns sorgen.
Unterwegs mit Rüdiger ging es um 4:00Uhr beim Kulmer los, zuerst zu Fuß, dann mit den Schiern über das Lärchenkar bis zur ersten Steilstufe, wo es gerade richtig hell wurde. Schon mal mit Schischuhen am Fels geklettert? Feine Sache.

Martin-Busch-Hütte (Ötztal, 2501m)

Bereits beim Einstellen auf dem Paul seiner Webseite hat mir die Idee mit dem Ötztal gut gefallen, ein paar Tage auf der Martin-Busch-Hütte und jeden Tag einen anderen 3000er? Wie so oft hat wieder einmal der Martin angetrieben, also anmelden. Da der Paul wegen seinem Kreuzband nicht mitgehen konnte, organisierte er uns den Fritz Reisenauer, ein Bergführer aus Lengdorf. Mit auf Tour waren Hannes, Franz und Wolfgang aus Wien, Gregor aus Graz, und wir Ennstaler, da Martin, da Mike und ich. Von Vent im hinteren Ötztal ging es am Freitag in gut 3 Stunden teils auf Schi, Teils zu Fuß rauf zur Martin-Busch-Hütte. Auch wenn der Paul uns gewarnt hatte, ...

Lungauer Kalkspitze (Niedere Tauern)

Am letzten Wochenende zogen wir trotz Schlechtwetter Vorhersage unsere Tour auf die Giglachseen durch. Geplant war ein gemütlicher Aufstieg am Samstag mit Biwakausrüstung aus dem Obertal zu den Giglachseen und am Sonntag den Lungauer und den Steirischen Kalkspitz machen. Freitag war aber klar, Samstag ist es schön, Sonntag, naja "Ennstal Wetter". Was machma? Aus der Biwak Tour eine Tagestour? Nein, an Biwak sagen wir nicht ab... Folglich Samstag Aufstieg mit vollem Gepäck bis ein Stück über die Gaglachsee Hütte. Dann mit leichter Ausrüstung bis auf die Akarscharte, von dort mit den Steigeisen auf den Lungauer Kalkspitz.

Eisklettern Lindenbrunn (Lilienfeld)

Die letzten Wochen wurde ja dank der Kaltluft aus Sibirien auch in Ostösterreich noch richtig Winter. Nach den Schneefällen diese Woche war weit und breit Lawinenwarnstufe 4, als musste ein Ersatzprogramm gefunden werden. Kletterhalle, oder doch mal ein Wochenende extrem Couching? Nein, das kommt nicht in Frage ... die Jungs haben erzählt das in Lilienfeld aus den Wasserfällen wunderbare Eissäulen gewachsen sind. Na da müssen wir hin, Richard kennt den Weg und hat dank unserer Landesverteidigung Zugang zu einer ausreichenden Anzahl an Eisschrauben (für was auch immer man die dort braucht ;). So sind wir 5 Mannen mit einer ordentlichen Schlosserei im Rucksack aufgebrochen. Nach gut 20 Minuten Zustieg kommt er in Sicht, "the big one", ich sag nur ordentlicher Wasserfall, geschätzte 40 Meter. Wir steigen aber seitlich weiter zu den oberen Fällen, die sind einfacher und "nur" 20 Meter hoch. Richard und Christian seilen sich von oben über den Großen den wir im Aufstieg sahen, ab. Während wir uns an den kleinen Fällen aufwärmten bestiegen die beiden den Großen im Vorstieg, ich sag nur Respekt.

Privat Ries (Schneeberg)

Als Vorbereitung für das Projekt "WBG" haben wir als angemessene Trainingseinheit mal was neues am Schneeberg gemacht. Mit auf Tour: da Felix unser Spurhund, Captain Rüdi, Gustl und ich. Als Tagesziel hatten wir uns eine Variante der Breiten Ries, die "Privat Ries" rausgesucht. Der Aufstieg erfolgte von Schneebergdörfl über die Breite Ries. Bevor diese ganz oben den Schwenk nach rechts macht in Richtung Einfahrt vom Plateau geht links die Privat Ries hoch. Gleich am Einstieg wechselten wir von den Schiern auf die Steigeisen, ist bei über 45 Grad Steigung sicherer. Im Aufstieg über die letzten 150hm wechselte grundloser Pulver und blankes Eis mehrmals. Vom Ausstieg zur Fischerhütte sind es nur wenige Meter, nach der Stärkung bei Bier und Mannerschnitte erfolgte die Abfahrt. Wer glaubt die Breite Ries gleich nach der Einfahrt ist steil, der sollte mal die Privat Ries probieren. Da erscheint die Breite Ries dann als Kinderübungspiste. Wenn man aus der Privaten Ries rauskommt auf die Einfahrt der Breiten Ries wird es wirklich richtig flach. Mit der Tour haben wir wieder eine Variante auf dem Schneeberg erfolgreich abgeschlossen. Aja, kalt war es auch ein wenig, im Tagesmittel sind es rund um -15 gewesen, mal mehr, mal weniger...

Berillenalm (Ennstal)

Um dem Gerücht von unsagbaren Schneemassen nachzugehen, bin ich mal schnell von Lengdorf auf die Berillenalm aufgestiegen. Dank der frischen Spur war der Aufstieg bis zu Höstlhittn in 1:45 nicht wirklich ein Problem. Wenn sich auch in der ersten 1/2 Stunde die Bier von gestern Abend meldeten. Nach einer Rund in der Alm lockte wieder einmal die Kammspitze. Für einen Aufstieg zum Gipfel hab ich leider eindeutig zu lange geschlafen, aber gegen eine Erkundungstour übers Zirml sprach vorerst mal nichts. Am Zirml angekommen erwartet mich der Ostwind der schon in der Alm ordentlich wehte mit voller Wucht. War ziemlich kalt und so dreht ich ein gutes Stück vor dem Leckofen um. Der Gipfel...
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